„Erste Reihe – Spitzenklasse! Zweite Reihe: Oh lala! Dritte Reihe: Alle Achtung! Vierte Reihe: Na ja. Fünfte Reihe: Gar nicht übel. Sechste Reihe: Nicht verkehrt. Siebte Reihe: Keine Schande. Achte: Nicht der Rede wert!“ So hat es der kleine Tag von allen anderen Tagen immer wieder gehört und entsprechend fiebert er seinem eigenen Tag am 23. April entgegen, wenn er für einen Tag auf die Erde fliegen wird. Wird es eine später berühmte Erfindung geben, etwas mit großem Knall oder ein bahnbrechendes Ereignis? Die Erwartungen sind groß, die Erlebnisse schön – eine Familie zieht in eine neue Wohnung, zwei alte Freunde finden sich wieder, ein fröhlicher Geburtstag, ein Pärchen verbringt einen glücklichen Tag im Park, eine Familie genießt „einfach nur so“ gemeinsam ein Lagerfeuer, eine Mutter entwickelt Verständnis für ihre Tochter -, aber auch wenig spektakulär. Das muss sich der kleine Tag, der eigentlich glücklich und erfüllt von seinen Erlebnissen zu den Sternen zurückgekehrt war, auch anhören, und er ist unglücklich. Aber dann, ein Jahr später, bringt der neue 23. April eine überraschende Nachricht mit zurück: Dieser Tag ist zum Feiertag erklärt worden, weil es im letzten Jahr der Tag gewesen ist, an dem niemand unglücklich war oder jemanden unglücklich gemacht hat! „Du bist du, wirst nie ein andrer sein. Dies ist deine Zeit, dies ist dein Leben. Was dir wichtig ist, entscheidest du allein. Es kann dich, wie jeden Tag, nur einmal geben. Lass dir nicht die Zeit vertreiben, sie kehrt niemals mehr zurück, deine Zeit muss deine bleiben, jeden Augenblick. Du bist du, wirst nie ein andrer sein. Dies ist deine Zeit, dies ist dein Leben. Dies ist deine Zeit, dies ist dein Leben.“
Das ist die Handlung von Rolf Zuckowskis Musical „Der kleine Tag“, das heute in der voll besetzten Aula der Cäci Premiere feierte. Fast 500 Schulkinder und ihre Lehrkräfte saßen im Publikum und zollten nach jedem Lied und besonders am Ende tobenden Applaus. Und das mit Recht! Wie bringt man Begeisterung und Berührung passend in Worte, ohne dass sie zu sachlich klingen? Die Zusammenarbeit von Musical-AG (Frau Burchards), Chor und Orchester (Frau Hoppe) und AG Showturnen (Herr Prieb) hat mit der Unterstützung der Veranstaltungstechnik wieder zu einem Ergebnis geführt, das berührt! Die Musik, der Gesang, der Tanz, das Spiel, die Akrobatik, die Lichteffekte – all das ging direkt ins Herz und führte zu 500 verzaubert stillsitzenden (!) Kindern, vor Rührung feuchten Augen (eher bei den Erwachsenen) und dem festen Vorsatz, sich über jeden Tag zu freuen, mag er zunächst auch langweilig und gewöhnlich wirken.
An alle, die auf der Bühne, vor der Bühne oder hinter der Bühne an diesem Projekt mitgewirkt haben: Ihr wart toll und habt eure Sache sehr, sehr gut gemacht!!! Vielen Dank für diese ganz besondere Aufführung!
Text: Gb, Foto(s): Gb




























