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Sie waren da! Ein Senegal-Austausch-Tagebuch

Gruppenfoto Gäste aus dem Senegal

Donnerstag: Endlich sind sie da! Am Mittwoch gab es einen „großen Bahnhof“ für unsere Gäste aus dem Senegal, und alle Corres konnten sich am Bahnhof begrüßen. Jetzt erwarten sie zehn Tage des gegenseitigen Kennenlernens, Staunens und gemeinsamen Arbeitens zum Projektarbeitsthema „Beim Umgang mit Müll voneinander lernen“.

Freitag: Neben ersten Arbeiten zum Projektthema „Beim Thema Müll voneinander lernen“, haben die Schülerinnen und Schüler sich bei Sport, Spiel und Stadtrundgang besser kennengelernt. Morgen steht Dangast auf dem Programm.

Wochenende: Am Samstag hat die Gruppe gemeinsam die Natur- und Kulturlandschaft des niedersächsischen Wattenmeeres in Dangast erkundet. Neben Wikingerschach und Drachenflug waren nicht nur die Deichschafe im Fokus des Interesses, sondern auch der ungewöhnliche Boden des Schlickwatts, der die Gruppe einander näher brachte.

Am Montag hat sich die Gruppe intensiv mit den Themen Globale Müllprobleme sowie spezifische Herausforderungen in Deutschland und Senegal auseinandergesetzt. Ein fachkundiger Vortrag von Nils Marscheider vom Amt für Klimaschutz und Mobilität hat verdeutlicht, inwiefern jede und jeder Einzelne einen bewussten Umgang mit Müll erlernen kann, und dass wir als Gesellschaft insgesamt das Müllaufkommen reduzieren müssen und uns auf Recycling und Reparatur setzen sollten.

Dienstag: Die Schülerinnen und Schüler haben sich das Oldenburger Kompostwerk angesehen und bei der Führung über die Müllsortierungsanlage sehr darüber gestaunt, welche noch sehr intakten Gegenstände, Autoreifen und Elektrogeräte bei uns in den Müllcontainern landen. Der anschließende Ausflug nach Bremen hat allen gut gefallen.

Mittwoch: Heute wurde intensiv an Lösungsansätzen zur Müllproblematik gearbeitet. Die drei Rs (Reduce, Reuse, Recycle) sind in den beiden Ländern unterschiedlich gelagert. Während im Senegal noch immer sehr viel repariert wird, sind in Deutschland der Überkonsum und die damit verbundenen Müllmengen ein großes Problem. Alle sollten immer zweimal nachdenken, ob man wirklich etwas Neues braucht.

Am Donnerstag gestalteten die Schülerinnen und Schüler auf der Basis ihrer gewonnenen Erkenntnisse eine Kampagne zur Sensibilisierung im Umgang mit Müll. Am letzten gemeinsamen Programmtag wurden mit Siebdrucktechnik Taschen als Alternative zu Plastiktüten bedruckt. Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Danach standen die Zeichen auf Vorbereitung des großen Abschiedsfests, bei dem alle Gastfamilien und Französisch-Kolleginnen zu senegalesischem Essen eingeladen waren. Ndambe und Yassa stießen auf große Begeisterung, auch wenn der eine oder andere die Schärfe mit Bouille (Baobabsaft) oder Bissap (Hibiskussaft) löschen musste.

Die aufregende gemeinsame Zeit, bei der einige Freundschaften geknüpft wurden, ging am Sonntag bei schönstem Sommerwetter zu Ende.

Wir freuen uns weiterhin über eine finanzielle Unterstützung für unser Projekt. Jeder Euro hilft: https://gofund.me/af5152761

Text: Te, Foto(s): Te

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