Gymnasium Cäcilienschule Oldenburg

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AG Cäci Digital - Digitalisierung an der Cäcilienschule

 

 

 

 

 

Was ist die AG Cäci Digital?

 

Die AG Cäci Digital (damals noch AG Digitalisierung) wurde im Frühjahr 2020 ins Leben gerufen, um ein allgemeines Medienbildungskonzept (klick) für die Cäcilienschule zu entwickeln, das den derzeitigen Stand spiegeln und einen Ausblick auf die Zukunft geben sollte. In der Präambel wurde dargestellt, was die Schwer­punkte dabei sein sollen. Viele der dort aufgezeigten Perspektiven wurden aufgrund der Corona­pandemie nun deutlich schneller Realität als erwartet.

 

Die in der Präambel formulierte Entwicklung des Lernens zu einem prozess- und ergebnisorientierten – kreativen und kritischen – Lernen, die Ermöglichung kooperativer und individualisierter Lern­arrange­ments sowie die durch das Land im Orientierungsrahmen Medienbildung (klick) festgelegten Ziele machen erforderlich, dass ein didaktisches Konzept entwickelt und die Einführung von mobilen End­geräten auch an der Cäcilienschule umgesetzt werden.

 

Die vergangenen Monate haben die Schul­gemeinschaft digital weit vorangebracht. Jetzt ist es wichtig, diesen Lernprozess didaktisch auf­zu­bereiten, zu systematisieren und fortzuschreiben, damit die Cäcilienschule für die Zukunft gerüstet ist und die vorhandenen und zukünftig unter Umständen anzuschaffenden Geräte sinnvoll genutzt werden können und nicht nur Mittel zum Zweck sind.

 

Wir sind der Ansicht, dass die Einführung von mobilen Endgeräten zeitnah auf den Weg gebracht werden sollte, um die formulierten Ziele zu erreichen. Wir beschäftigen uns in der Arbeitsgruppe seit über einem Jahr konkreter mit der Thematik „Tablet-Computer in der Schule“, mit der Bereitstellung von Testgeräten durch die Stadt und einem zentralen MDM war es teilweise schon möglich, erste Erfahrungen im Einsatz der Tablets zu sammeln.

 

Um größtmögliche Transparenz bei der Erarbeitung von Ideen und Konzepten zu gewährleisten, arbeiten wir eng mit Schülerinnen und Schülern sowie Eltern zusammen, die in regelmäßigen Abständen den Treffen der AG beiwohnen und helfen, ein gelungenes Konzept zu entwickeln, das bei allen Parteien größtmögliche Akzeptanz hervorruft.

 

Im folgenden möchten wir Ihnen gerne erläutern, was unsere Ideen zur Digitalisierung an der Cäcilienschule sind und die Rahmenbedingungen abstecken, die uns, unter anderem von der Politik, gegeben sind.

 

 

 

Warum elternfinanzierte Tablets?

 

Die politischen Entscheidungen zielen in Niedersachsen zur Zeit auf den Einsatz elternfinanzierter Geräte, diese werden also nicht vom Land oder dem Schulträger finanziert. So heißt es dazu z.B. im Master­plan Digitalisierung (klick) des Landes: „Ziele der Landesregierung […] 2. Flächendeckende Einführung von persönlichen digitalen mobilen Endgeräten in weiterführenden Schulen und Anerkennung dieser Endgeräte als Lern­mittel.“ Etwas deutlicher wird dies auf der Seite „Digitale Schule” (klick) des Landes Niedersachsens: „Hinsichtlich der Ausstattung der Schülerinnen und Schüler mit digitalen Endgeräten setzt das Land Niedersachsen auf die Ausstattung der Schülerinnen und Schüler mit eltern- bzw. nutzerfinanzierten, persönlichen Endgeräten.’’

 

Die Frage, ob und warum die Eltern die Tablets eigenständig anschaffen sollen, liegt also nicht in der Hand der Schulen. Die Geräte inkulsive Cover und Stift werden ca. 450-500€ kosten und für jeweils mindestens drei Jahre genutzt werden. Danach werden die Geräte aus der Verwaltungssoftware entfernt und können frei genutzt werden, auch ein Weiterverkauf ist dann nicht ausgeschlossen.

 

 

 

Ab wann sollen Tablets an der Cäci eingeführt werden?

 

Die Arbeitsgruppe Cäci Digital schlägt nach ausführlichen Beratungen vor, Tablets zunächst im Schul­jahr 22/23 in Jahrgang 11 einzuführen, die dann im weiteren Verlauf der Oberstufe genutzt werden können. Schülerinnen und Schüler in dieser Altersstufe sind technisch bereits erfahren und in der Lage, den funktionalen Werkzeugcharakter eines solchen Geräts zu begreifen. Sollten Probleme bei der Implementation auftreten, wird das Schuljahr der Einführung nach hinten verschoben. Diese Entscheidung wird in Absprache mit Schulelternrat und Gesamtkonferenz getroffen.

 

Um eine Einführung bestmöglich vorzubereiten, wird wahrscheinlich im Schuljahr 21/22 in den 10. Klassen ein Pilotprojekt durchgeführt, bei dem jeweils eine 10. Klasse über einige Wochen mit einem Satz Tablets ausgestattet wird. Dann kann die Anwendung der Tablets sowohl von Schülerinnen und Schülern als auch Kolleginnen und Kollegen in der Praxis erprobt werden.

 

 

 

Welchen Vorteil bringen die Tablets in der Praxis?

 

Zunächst einmal vereinfachen die Tablets viele organisatorische Aspekte, sowohl für die Lehrkräfte als auch für die Schülerinnen und Schüler. Lehrerinnen und Lehrer müssen z. B. keine Kopien mehr anfertigen und austeilen, sondern könnten diese digital mit den Schülern teilen. Man hat jederzeit eine Übersicht, wer an welcher Aufgabe arbeitet und was geschrieben wird, kann die Ergebnisse der Aufgaben direkt auf den Beamer/Bildschirm streamen, ohne einen Overhead-Projektor oder eine Kamera zu nutzen. Schülerinnen und Schüler müssten nicht mehr unbedingt Bücher und Mappen mitbringen: Sie haben alle Daten stets verfügbar und gesichert auf einem Cloud-Speicher (IServ).

 

Zudem erstellen die Verlage gerade nach und nach rein digitale Lehrwerke (z.B. Cornelsen mBook, Klett eCourse), doch auch jetzt schon gibt es alle Lehrwerke digital mit der Möglichkeit, Audiodateien, Vokabellisten etc. für die Schüler an die Seiten digital anzuheften.

 

Auch was die Nutzung von Programmen und webbasierten Apps angeht, für die man sonst in den Computerraum gehen müsste, helfen die Tablets. Auf den bislang vorhandenen Tablets vorinstalliert sind unter anderem MuseScore und Shortcut: Garageband für Musik, GeoGebra für Mathe, Autodesk Sketchbook für Kunst und das Wörterbuch Linguee für die Sprachen. Weitere (kostenfreie) Apps können bei der Stadt beantragt werden.

 

Perspektivisch ist angedacht, die Geräte auch im Abitur z.B. als Wörterbuchersatz einzusetzen. Ebenso kann der Einsatz einer Taschenrechnerapp geprüft werden, die ggfs. die bisherigen Rechner ersetzen kann.

 

Wichtig ist aber, dass das Tablet letztlich nur ein Arbeitsgerät unter vielen ist. Es lässt sich zwar universell einsetzen, das bedeutet aber nicht, nun den gesamten Unterricht auf die Tablets auszu­richten.

 

 

 

Was hat die Stadt Oldenburg mit den Tablets zu tun?

 

Die Stadt als Schulträger möchte die Digitalisierung in Oldenburg zentralisieren. Ein Ziel ist unter anderem, die Daten der Oldenburger Schülerinnen und Schüler zentral zu verwalten, so dass diese beim Schulwechsel mitgenommen werden, die Technik der Schulen zentral zu administrieren (etwa unsere neuen WLAN-AccessPoints, die von der Stadt installiert und gewartet werden), sowie die Einführung von elternfinanzierten Endgeräten zu begleiten und für die Schulen einfacher zu gestalten, indem ein zentraler Apple School Manager zur Verfügung gestellt wird, sowie eine MDM-Lösung (Relution) zur Administration der Geräte.

 

Einige dieser Dinge funktionieren schon sehr gut, an anderen arbeitet die Stadt mit Hochdruck. Um Transparenz zu gewährleisten und eine bestmögliche Zusammenarbeit zwischen Schulen und Stadt zu organisieren, hat die Stadt einen IT-Stammtisch ins Leben gerufen, der sich regelmäßig online trifft, um Erfahrungen mit den Geräten und der Technik auszutauschen. Da die Cäcilienschule eine der ersten Schulen ist, die Relution eingerichtet habt und schon in der Praxis betreibt, arbeiten wir eng mit der Stadt, primär dem Fachdienst IT, zusammen.

 

 

 

Sind meine Daten sicher?

 

Die Daten liegen auf einem Server der Stadt Oldenburg, ein Datenverarbeitungsvertrag zwischen Stadt und Schule liegt zum Start des Pilotprojekts vor. Die Daten von euch/Ihren Kindern sind also bestens geschützt. Es werden zudem nur die nötigsten Daten übermittelt (Name, Klasse), anderen Daten werden nicht vom Schulserver auf den städtischen Server kopiert.

Das benutzte MDM-Programm, Relution, entspricht auch den Vorgaben der DSGVO und verzichtet auf Funktionen wie Geofencing um den bestmöglichen Datenschutz zu gewähren.

Auch Apple-IDs werden auf den iPads nicht genutzt, da die Daten von Apple nicht auf detuschen Servern gespeichert werden, was nicht DSGVO-konform ist.

 

 

Warum iPads?

 

Für iPads sprechen mehrere Punkte. Da wäre zum einen die sehr nutzerfreundliche Administration und Einschreibung der Geräte über dem Apple School Manager und das damit verknüpfte MDM, Relution. Zum ist ein Austausch von Informationen, Apps etc. einfacher, da die Apps dann zentral über den Schulträger verwaltet werden können, was nicht funktionieren würde, wenn jede Schule andere Endgeräte nutzen würde.

Doch auch die Ökobilanz von Apple-Geräten weiß zu überzeugen, wie unabhängige Tests von Greenpeace und dem Fraunhofer Institut herausgefunden haben. So benutzt Apple fast ausschließlich erneuerbare Energien für die Produktion und auch das Recycling des Aluminiums der Geräte nimmt einen immer größeren Stellenwert ein. 

 

 

 

 

Was ist mit den Kolleginnen und Kollegen?

 

Seit Beginn des Schuljahres 21/22 gibt es vermehrt Kurzeinführung für die Kolleginnen und Kollegen der Cäcilienschule, bei denen die Grundlagen von der Arbeit mit Tablets erläutert werden. Im nächsten Schuljahr wird es zudem, sollte es die dann aktuelle Lage zulassen, eine erweiterte Fortbildung für Lehrkräfte geben.

 

Ansprechpartner?

 

Haben Sie Fragen, die hier nicht erläutert wurden? Sprechen Sie uns an!

Koordinatorin Digitalisierung:
Dr. Maleika Gralher-Krengel

Fragen zur Einführung und Funktionsweise von Tablets/MDM:

Philipp Kreutzer

Fragen zu IServ:
Jonas Witte

 

 Weitere Links: Digitalisierungskonzept der Stadt, Orientierungsrahmen Medienbildung, Digitalpakt 

News:

 
Januar 2021 Die WLAN-AccessPoints werden durch ein leistungsstärkeres System ausgetauscht und künftig durch die Stadt gewartet.
April 2021 An der Schule steht ab sofort ein Klassensatz iPads in Rollkoffern für den mobilen Einsatz im Unterricht zur Verfügung.
Frühjahr 2021 Die Anbindung der Schule an einen 300MB Glasfaseranschluss wird durch die Stadt in die Wege geleitet.