Gymnasium Cäcilienschule Oldenburg

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Pädagogik

Zentrale Grundgedanken machen den "Schulgeist" der Cäci aus. - Der Fachmann nennt es Pädagogik. Selbstverständlich ist der wissenschaftliche Überbau wichtig, und selbstverständlich ist er hier auch mitzudenken. Doch vereinfachen wir an dieser Stelle die unsere pädagogischen Theorien, um zu wirksamen, aber einprägsamen Grundsätzen zu kommen.

Wichtig ist uns dabei die Cäci-Praxis: Die Theorie bleibt hier nicht theoretisch, sondern findet sich in Konzepten, Maßnahmen, Zielen, Absprachen. Darüber können Sie sich im praxisorientierten wichtigen zweiten Teil des Schulprogramms (s.d.), den überprüfbaren und verbindlichen Konkretionen, sowie bei den Konzeptionen (s.d.) informieren.

Pädagogik und sich daraus ergebende Konzepte sind kein Selbstzweck, sondern ordnen sich als Mittel einem Bildungs- und Erziehungsziel unter.

 

Bildung beginnt mit Neugierde. Neugierde kann man wecken, kann man erhalten, kann man steigern. Doch ist Neugierde zunächst eine Kindern innewohnende Grundhaltung. Diese impliziert in hohem Maße Freiwilligkeit; zur Neugierde kann niemand gezwungen werden. Kinder am Gymnasium sind per se besonders neugierig, s. auch die Charakterisierung unter Eltern/Entscheidungshilfen.

Freiwilligkeit ist auch unter einem anderen Aspekt ein wichtiger Gedanke in der Cäci-Arbeit: Kinder müssen in der Schule, so auch oder besonders in der Cäci, viel leisten! Unterrichtliches Lernen, viele gleichwertige Fächer, unser Anspruch an "Zeit für mehr" wie auch die Lernumgebung mit vielen Klassenkameraden' und Banknachbarn' fordern viel, Tag für Tag. Routinen ermüden; nicht immer gelingt es uns, Ruhe und Lernmuße zu schaffen; manchmal ist es laut, unruhig. Das zu bewältigen gehört auch zur Leistung. Nun gelingt dieses alles am besten in einer Atmosphäre, in der man sich wohlfühlt. Das gilt für Kinder wie auch für Lehrer. Der besonders wirksame Wohlfühlfaktor schlechthin, durch vielfache Studien belegt, ist das gute Gefühl von Freiheit, das gefühl, sein eigener Herr zu sein. Freiheit ist somit ein zweites Konstitutiv unseres Schulgeistes. Wir fördern Freiwilligkeit und bieten Freiheiten.

So prägen auf einfache Weise und gut begründet die Begriffe Freiheit und Freiwilligkeit den pädagogischen Grundgedanken der Cäci für alle Beteiligten.

Dieses kann nur funktionieren, wenn ebenfalls Selbständigkeit und Eigenverantwortung gefordert werden. Der verantwortliche Blick für's Ganze wird den Lehrern ebenso abverlangt wie in altersgerechter Abstufung auch den Schülerinnen und Schülern. Es ersetzt kleinschrittige Vorgaben. Das setzt im hohen Maße ein Mitdenken voraus. Daraus ergibt sich unser Anspruch an die hier lernenden Kinder und ihre Lehrer.

In diesem so definierten Miteinander sehen wir an der Cäci die pädagogischen Voraussetzungen für unsere Arbeit zum Wohle unserer Schülerinnen und Schüler.